Balancieren statt Rezepte sammeln

Gelato nach Zahlen

Gutes Gelato ist keine Frage der Rezeptur, sondern des Gleichgewichts: Fett, Laktose, Zuckerarten und Wasser müssen zueinander passen, damit die Masse bei minus 12 Grad noch löffelbar ist und der Geschmack durchkommt. Wer das versteht, braucht keine Rezeptsammlung mehr, sondern rechnet sich jede Sorte selbst aus.

Zur Herstellung

Warum Gelato nicht Eiscreme ist

Die zwei Kennzahlen, um die sich alles dreht

Warum das zusammen gedacht werden muss. Wer den Gefrierpunkt nur über Haushaltszucker steuert, bekommt entweder einen Block oder etwas, das nie fest wird. Erst die Kombination aus Saccharose, Dextrose, Glukosesirup und Fruktose erlaubt es, Härte und Süße getrennt einzustellen.

Was macht das mit dem Eis

Bestandteil Zu wenig Zu viel
Fett nicht cremig, kalt am Gaumen fettig auf den Lippen, träge im Geschmack
Zucker fast geschmacklos, steinhart zu süß, wird nie richtig fest
Laktose Wasser kristallisiert frei aus, sandig kristallisiert selbst aus, ebenfalls sandig
Proteine wenig Struktur, schmilzt schnell zu Milch hart und sandig, sie binden zu viel Wasser
Luft dicht und kalt am Gaumen Geschmack und Farbe verlieren sich

Wie sich diese fünf Größen gegeneinander einstellen lassen, welche Zielwerte gelten und in welcher Reihenfolge gerechnet wird, steht auf der Seite zur Herstellung.

Kontakt

Anmerkungen, Korrekturen oder ein Rezept, das besser funktioniert: hello@fredon.de.